Winch and rope, yacht detail

Manche lieben es, andere hassen es – auf jeden Fall gehört Knotenkunde zu den festen Bestandteilen der Ausbildungskurse für die Bootsführerscheine. In den praktischen Prüfungen ist die Beherrschung unterschiedlicher Knoten Voraussetzung. Manche sehen darin vor allem eine Schikane der Prüfer. Doch auf hoher See kann ein falscher Knoten lebensgefährlich sein. Ein bisschen Übung sollte daher selbstverständlich sein.

Fest verbunden: Der Kreuzknoten

Auf jedem Boot ist der Kreuzknoten bekannt. Er verbindet zwei gleich dicke Taue.

  • Im ersten Schritt werden die beiden Enden über Kreuz gelegt.
  • Dann werden die beiden Enden per Überhandknoten ein erstes Mal verdreht.
  • Diesen Vorgang wiederholt man einmal, wobei das Ende oben liegt, was bereits beim ersten Mal oben lag. Rechts über links, links über rechts, heißt der Merkspruch, mit dem es gelingt, die richtige Reihenfolge einzuhalten.

Achtung: Wer diese Regel auf dem Boot missachtet, riskiert viel. Denn das Tau rutscht bei Belastung langsam durch und der Knoten löst sich.

Durch dick und dünn: Der Schotstek

Ein dickes Tau lässt sich per Schotstek einfach mit einem dünnen Tau verbinden, in dem man das dicke Ende zunächst in eine Bucht legt. Das dünne Tau steckt man hindurch, führt es einmal um die Bucht herum und klemmt es schließlich fest, indem es zwischen dünnen und dicken Tau hindurchgeführt wird. Das Ganze klingt kompliziert, erweist sich in der Praxis als sehr einfach, wenn man den Zeigefinger über die Bucht legt. Etwas fester ist der doppelte Schotstek, bei dem das dünne Ende zweimal um die Bucht gewickelt wird.

Rund und fest: Der Palstek

Der Palstek ist der König der Knotenkunde und dementsprechend nicht ganz leicht. Zuerst legt man ein Auge, das Arbeitsende liegt oben. Achtung: Bei diesem Auge handelt es sich noch nicht um die Schlaufe, die gebildet werden soll. Es kann also recht klein sein. Das Arbeits-Ende wird nun von unten durch die Schlaufe und einmal um das feste Ende geführt. Es verschwindet dann von oben im Auge. Man kann sich vorstellen, dass eine Schlange (Arbeitsende) aus einem Teich (Auge) auftaucht, einmal um den Baum (feste Ende) herumschleicht und schließlich wieder im Teich verschwindet.

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