Der Lack ist ab – welcher kommt jetzt drauf?
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Das nächste Winterlager kommt bestimmt – und damit auch die Zeit, sich um einen neuen Anstrich des Bootes zu kümmern. Dabei ist die Auswahl der Farbe entscheidend. Denn wer aus Sparsamkeit oder Unachtsamkeit die falsche Farbe wählt, wird es bitter bereuen, wenn sich der Anstrich bald löst und dadurch großer Schaden entsteht.

Die wichtigste Frage: Ein- oder Zwei-Komponenten-Systeme

Wer sein Boot lackieren will, findet bei den einschlägigen Fachhändlern ein großes Angebot. Grundsätzlich lassen sich dabei zwei Sorten von Farben unterscheiden: Es gibt 1-Komponenten-Farben und Farben, bei denen vor der Verarbeitung zwei Komponenten zusammengeführt werden. 2-Komponenten-Farben gelten als fester und weniger elastisch als 1-Komponenten-Farben. Es gilt: Eine 2-Komponenten-Farbe darf niemals auf eine einfache Farbe aufgetragen werden. Wer nicht weiß, ob der letzte Anstrich mit einer 1-Komponenten-Farbe ausgeführt wurde, muss also den alten Anstrich vollständig entfernen, bevor er eine 2-Komponenten-Farbe auftragen kann.

Holzboote sollten mit 1-Komponenten-Farben gestrichen werden

Neben den bisher verwendeten Farben spielt auch das Material des Bootes eine Rolle. Auf Holz sind vor allem 1-Komponenten-Farben geeignet, weil Holz arbeitet und die unelastischen 2-Komponenten-Farben brüchig werden könnten. Aluminium- und Stahlrümpfe vertragen indes einen festen Anstrich – die 2-Komponenten-Farbe sorgt in diesen Fällen für einen sehr robusten und zuverlässigen Schutz. Tatsächlich zeigt die Erfahrung, dass 2-Komponenten-Farben deutlich widerstandsfähiger sind. Boote aus Kunststoff und Metall, die oft auf den Strand gezogen werden oder anderen Belastungen ausgesetzt werden, sollten daher unbedingt mit einer 2-Komponenten-Farbe lackiert werden.

Gute Arbeitsbedingungen schaffen

Viele Farben unterscheiden sich deutlich in den Ansprüchen, die sie an die Umgebungsbedingungen stellen, während sie verarbeitet werden. In manch alter Scheune, die als Winterlager dient, werden die Bedingungen jedoch nur teilweise erfüllt. Deshalb sollte beim Kauf der Farbe die Frage nach der Umgebung nicht vernachlässigt werden. Manche Farben mögen es warm und trocken. Andere können bei vergleichsweise hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen Temperaturen verarbeitet werden. In jedem Fall gilt: Der Arbeitsplatz sollte sauber und staubfrei sein, damit die Farbe nicht schon beim Streichen durch hässliche Flecken verunstaltet wird.

Bildquelle: Fotolia / 78485326 / William Richardson

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